Twitter und das Bundeswehr-Werbevideo

Vergangenen Donnerstag wurde auf dem Youtube-Kanal der Bundesregierung ein Werbevideo der Bundeswehr veröffentlicht und nach heftiger Kritik der Opposition kurze Zeit später wieder entfernt. Das Video generierte im Internet schnell Aufmerksamkeit und wurde in den Kommentarspalten und Foren von Blogs und Nachrichtenportalen intensiv diskutiert. Weitere Informationen zum Video und eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt finden sich auf  Augen Geradeaus sowie dem Bendler Blog. Die großen Nachrichtenportale sprangen teilweise auf den Empörungszug der Opposition auf und bezeichneten das Video beispielsweise als „peinlich“ (SpOn).

In diesem Beitrag möchte ich ein Stimmungsbild der Twitter-Diskussion über das Bundeswehrvideo zeichnen. Dazu habe vom Abend des 17.11 bis zum Abend des 20.11 (hoffentlich) alle Tweets mit dem Hashtag #Bundeswehr aufgenommen und ausgewertet. Das Video wurde in insgesamt 75 Beiträgen erwähnt, wobei die Diskussion am intensivsten am 18. und 19.11 geführt wurde.

Die Diskussion ist am 17.11 noch deutlich negativ geprägt. Erst an den nachfolgenden Tagen steigt die Zahl der Artikel, die das Video neutral oder sogar positiv bewerten an. Daraus könnte beispielsweise geschlossen werden, dass die Diskussion nach den eher hysterischen Pressemitteilungen von SPD und den Grünen am Tag der Veröffentlichungen an den beiden folgenden Tagen sachlicher geführt wurde. Schon am Sonntag spielte das Thema auf Twitter so gut wie keine Rolle mehr.

Neben der Tonalität habe ich die Beiträge noch unter dem Aspekt Tweet – Retweet ausgewertet. Die Retweets sind mehrheitlich Beiträge mit Links zu Artikeln auf Nachrichtenportalen oder Blogs.

In der knappen Zeit ist ein umfangreiches Social-Media-Monitoring, dass neben Twitter noch andere Kanäle wie Blogs oder Foren umfassen könnte, nicht zu bewerkstelligen. Jedoch wäre es interessant zu erfahren, wie andere sicherheitspolitische Themen von den Nutzern im Internet bewertet werden.

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Über de_Tocqueville

Hat seine Begeisterung an Social Media zum Beruf gemacht. Daneben gilt mein Interesse der Politik sowie der Wirtschaft und profanen Dingen wie Fußball oder Kochen.
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